R404140K Studientag Literatur: Deutsche Exilliteratur

Anmeldebeginn 19.12.2019
Beginn Sa., 04.04.2020, 09:30 - 16:30 Uhr
Kursgebühr 28,00 € (nicht ermäßigbar)
Dauer 1 Termin
Status Möglichkeiten zur Anmeldung: s. Kursdetails
Kursleitung

Das Jahr 1933 bildet eine tiefe Zäsur in der deutschen Geschichte. Die Machtübernahme Hitlers hatte eine völlig neue Anwendung staatlicher Gewalt zur Folge. Politische Gegner, Juden und dem Regime nicht genehme Personen wurden rücksichtslos verfolgt, verhaftet oder zur Emigration gezwungen. Die Folgen des Reichstagsbrandes und die gut vorbereitete Bücherverbrennung am 10. Mai in deutschen Universitäts- und Großstädten machten deutlich, was von der Kulturpolitik des zukünftigen Dritten Reiches zu erwarten war.

Den Autoren jener Zeit blieben aufgrund der schwierigen politischen Umstände nur zwei Möglichkeiten: Anpassung oder Emigration. Die meisten entschieden sich für letzteres. So fand das literarische Schaffen während der Zeit des Nationalsozialismus hauptsächlich im Exil statt. Dies führte zum Exodus von ca. 2.000 Künstlern, insbesondere Schriftstellern. Die Aufnahmeländer für diese Flüchtlinge waren zunächst die europäischen Staaten, später fast alle Länder von Nord- und Südamerika über die Sowjetunion bis nach Asien.

Der Studientag behandelt die Fluchtwege und Zufluchtsorte, Arbeits- und Publikationsmöglichkeiten in Verlagen und Zeitschriften. Nicht zuletzt wirft er einen Blick auf die Aufarbeitung der Exilliteratur in der Nachkriegszeit in BRD und DDR. Ergänzt durch Photos und Originaldokumente spürt er dem Leben von Vicki Baum, Bertold Brecht, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Oskar Maria Graf, Irmgard Keun, der Familie Mann, Joseph Roth und Anna Seghers nach, vergißt aber auch nicht die vielen eher unbekannteren Autorinnen und Autoren.

In Kooperation mit der Stadtbibliothek Neuss.



Bitte Kursinfo beachten

Kursort

RO, R. 1.121

Brückstr. 1
41460 Neuss
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Termine

Datum
04.04.2020
Uhrzeit
09:30 - 16:30 Uhr
Ort
Brückstr. 1, Romaneum, Raum 1.121