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30Kulturelles GestaltenIn den 1950er- und 60er-Jahren entwickelten Pioniere wie Robert Moog und Don Buchla die ersten modularen Synthesizer.Das Besondere: Synthesizer erzeugen Kl%u00e4nge nicht nur %u2013 man baut sie selbst. Frequenzen, Filter, H%u00fcllkurven und Modulationen lassen sich mit Kabeln kombinieren wie Zutaten in einer Klangk%u00fcche oder in einem Musik-Baukasten. Ein kleiner Dreh am Filter %u2013 und schon klingt der Ton wie ein Raumschiffstart. Eine andere Einstellung %u2013 und daraus wird eine warme Klangfl %u00e4che wie aus einem ScienceFiction-Soundtrack. Dabei hat jedes Modul eine Aufgabe und man entscheidet selbst, wie alles mit Kabeln verbunden wird. Extrem fl exibel, aber eher ein Experimentierlabor als ein Schnellstarter.Es gibt hunderte Modularten, sagt Dozent Dr. J%u00f6rg Schmitz. Hier zeigt er die wichtigsten auf:- Oszillator (VCO): erzeugt den Rohklang (z. B. heller S%u00e4gezahn, hohles Rechteck). - Filter (VCF): schneidet Frequenzen weg, macht den Sound weich, scharf oder dumpf- Verst%u00e4rker (VCA): regelt die Lautst%u00e4rke- H%u00fcllkurve (ADSR): bestimmt, wie ein Ton startet, h%u00e4lt und verklingt- LFO: sorgt f%u00fcr Bewegung (Vibrato, Pulsieren)- Sequencer: speichern Melodieverl%u00e4ufe und TaktspurenNeben diesen gibt es fast unz%u00e4hlige, weitere Module; seit kurzer Zeit auch digitale, wie z. B. Sampler oder%u00a0Granulareffekte.Kennen Sie (noch) Synthesizer? Sie einzuschalten, f%u00fchlt sich an, wie Zeitreisen mit Stromanschluss: Regler drehen, LEDs blinken %u2013 und pl%u00f6tzlich entstehen Sounds zwischen Sci-Fi, Techno-Club und 80er-Hit. Synthesizer %u2013 mehr Kn%u00f6pfe als jedes Raumschiff im KlanguniversumDr. J%u00f6rg SchmitzDozentVHS-Magazin_Neuss_26_2_Quartal_260623.indd 30 23.06.26 15:31

