
Die Volkshochschulen verstehen sich seit ihrer Gründung als demokratische Orte des sozialen und politischen Lernens. Ihre Angebote fördern die faktenbasierte Meinungsbildung, die sachliche Diskussion und das wertschätzende Miteinander.
Widerstand und Erinnerungskultur
2024 jährte sich das sogenannte „Stauffenberg“-Attentat zum achtzigsten Mal. Eine gute Gelegenheit, um einen kritischen Blick auf die Rezeption des Ereignisses zu werfen, das die Bundesrepublik auch lange nach Kriegsende noch intensiv beschäftigte. Historikerin Ruth Hoffmann entwirft in ihrem Vortrag eine Mentalitätsgeschichte deutschen Erinnerns, insbesondere in Bezug auf den Widerstand gegen Hitler. Mit Beginn im Jahr 1945 spannt sie einen weiten Bogen bis zur Gegenwart und macht deutlich, wie der 20. Juli 1944 immer wieder für Parteipolitik oder Ideologie instrumentalisiert worden ist – und wie sich die Perspektive auf die Widerstandskämpfer*innen geändert hat. Direkt nach Kriegsende galten Stauffenberg, von Tresckow u. a. vor allem als Verräter*innen, mittlerweile berufen sich sogar rechtspopulistischen Kräfte auf sie, um ihre Kritik an der Demokratie zu legitimieren.
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40 Plätze frei |
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| Kursnummer | 261P5110V |
| Beginn | Do., 25.06.2026, um 18:30 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort |
E.27 Brückstr. 1, 41460 Neuss Google-Maps-Karte (Barrierefrei zugänglich) |
| Kursleitung |
Ruth Hoffmann
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| Kursgebühr | entgeltfrei Anmeldung nicht erforderlich |
Kurstermine 1
| Nummer | Datum | Ort |
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| 1 | Donnerstag • 25.06.2026 • 18:30 - 20:00 Uhr | E.27 |