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Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Können Bauwerke expressiv sein?

Am Ende des Ersten Weltkrieges entsteht im Deutschen Reich eine neue Architektursprache, deren Vorläufer schon 1915 als „expressionistisch“ beschrieben werden, mit kristallin-gezackten, kurvigen und organischen Linien, die zur Ausdruckssteigerung eingesetzt werden, im Gegensatz zu den nüchternen, geraden Linien des Neuen Bauens, für die das Bauhaus steht. Im nördlichen Deutschland entwickelt sich der Backsteinexpressionismus, während sich ab Ende der 1920er Jahre Elemente des Stils mit denen des Art Déco und des neusachlichen Bauens vermischen. Viele namhafte deutsche Architekten entwerfen einige Jahre ihres Schaffens Gebäude, die dem expressionistischen Stil verpflichtet sind, so vor allem Otto Bartning, Peter Behrens, Dominikus Böhm, Fritz Höger, Wilhelm Kreis, Erich Mendelsohn, Hans Poelzig oder Hans Scharoun. Vier Gebäude, die in keiner Architekturgeschichte fehlen dürfen, bilden den Auftakt des Stils: das Glashaus auf der Werkbund-Ausstellung von Bruno Taut in Köln (1914), das Große Schauspiel-haus von Hans Poelzig in Berlin (1919), der Einsteinturm von Erich Mendelsohn in Potsdam (1920- 22) und das Chilehaus von Fritz Höger in Hamburg (1922-24).
Der Vortrag zeigt zu Beginn Quellen auf, aus denen sich die Entwicklung des architektonischen Expressionismus speist. Vorgestellt werden darüber hinaus die expressionistischen Werkphasen von Hans Poelzig, Hans Scharoun, Otto Bartning und Fritz Höger. Der Vortrag schließt mit Verweisen auf Beispiele des Stils in Neuss und Umgebung sowie auf typische Bauelemente des Expressionismus.

Kurstermine 1

Übersicht über alle Kurstermine (1) mit Datum und Ort
Nummer Datum Ort
1 Donnerstag  •  29.10.2026  •  19:00 - 20:30 Uhr E.29
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